Günter Bartoschs Bücher (aus 2013)
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Vorbemerkungen I

Gesetzestexte und Richtlinien sind kursiv gedruckt, andere Zitierungen (speziell aus Veröffentlichungen) in veränderter Schrift ausgeführt.

Abkürzungen

SGB    = Sozialgesetzbuch
MDS    = Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V.
MDS-R  = Richtlinien des MDS
MDK    = Medizinischer Dienst der Krankenkassen (länderbezogen)
WK     = Wiesbadener Kurier / unsere Wiesbadnener Tageszeitung

“Nichts ist älter, als die Zeitung von gestern” - einerseits hat dieser bekannte Spruch Wahrheitsgehalt, andererseits stimmt er auch wieder nicht. Vieles vom Tagesgeschehen ist bereits abgehakt, wenn die nächste Zeitung erscheint. Aber einiges von dem, was sie in der Vergangenheit berichtet hatte, bleibt im Gedächtnis.

Dann taucht plötzlich die Erinnerung auf: “Darüber hatte ich doch schon mal gelesen. Wann war denn das ?” Vielleicht blättert man in alten Zeitungen, sofern sie noch vorhanden sind, und findet meist nicht, was man sucht.

Ich schicke diese (Lebens-) Erfahrung voraus. Damit ich nicht suchen mußte, woran ich mich erinnerte, hatte ich für dieses Buch Zeitungsartikel gesammelt, Tag für Tag, sofern sie zu meinem Thema gehörten.

So werden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, immer wieder bei meinen Zitierungen aus Veröffentlichungen viel Bemerkenswertes zur Kenntnis nehmen können, das sich eben nicht im Tagesgeschehen erledigt hatte, sondern grundsätzlich und nachhaltig Aufmerksamkeit verdient. Vielfach stammen die Meldungen aus der von mir abonnierten Zeitung meines Wohnorts: Wiesbadener Kurier.

Die tägliche Lektüre der Zeitung aus dem Briefkasten brachte mir viele Hinweise und Erkenntnisse, die in dieses Buch eingeflossen sind. Sicherlich handelt es sich um Berichte, die auch in den von Ihnen abonnierten oder gekauften Zeitungen erschienen sind. Aber vielleicht sind sie mit den altgewordenen Gazetten entsorgt worden.

Ich will deutlich machen, dass gerade die von mir behandelten Themen “Pflegefall, Pflegenotstand, Versorgungsmisere” täglich und überregional die Alltagsmeldungen in Presse, Funk und Fernsehen beherrschen, ohne dass sie von der Allgemeinheit besonders wahrgenommen werden.

Vorbemerkungen II


Vor einem Pflegefall ist niemand sicher. Jeden kann es treffen, und keiner kann sich davor schützen. Der Pflegefall ist plötzlich da, oder er kommt schleichend.

Pflegenotstand ist ein Alarmsignal unserer Zeit und noch längst nicht so tief ins Bewusstsein der Gesellschaft gedrungen, wie es notwendig wäre. Mit einem Pflegefall kann jeder persönlich konfrontiert werden.

Entweder ist man als Erkrankter selbst betroffen, oder man gehört zu denen, die einen Pflegefall versorgen oder betreuen müssen. Ein “Muß” ist das nur selten.

Es kann Hilfsbereitschaft, Pflichterfüllung, Mitleid oder - nicht selten - Liebe sein, die Anlaß geben, einem Lebenspartner, den Eltern, einem Angehörigen oder einem Freund zur Seite zu stehen und Hilfe zu leisten. Das alles sind persönliche Beweggründe.

Wir kennen aber in unserem Staatswesen den Begriff der Solidargemein-schaft. Hier ist noch vieles im Argen, was den Pflegenotstand betrifft. Jeder Fall wirft Probleme auf, die es zu bewältigen gilt.

Die persönliche Sorge um den Erkrankten ist das eine, das andere sind die Umstände, die der Pflegefall für alle Beteiligten mit sich bringt. Schwierigkeiten und Mühen bleiben Ihnen nicht erspart, ja türmen sich auf.


Dieses Buch sagt Ihnen aus gewonnener Erfahrung:

Sie müssen kämpfen !


Das ist leichter gesagt, als getan. Der Erkrankte kann sich nicht selbst engagieren, die Last liegt bei den Betreuenden.                             

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